Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste NRW
Polizeilicher Hauptanwender und fachlicher Leitpartner für Einsatzfahrten, Sicherheitsanforderungen und Praxistauglichkeit.
Über das LZPD NRW
Das Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste Nordrhein-Westfalen (LZPD NRW) unterstützt die Polizei des Landes bei zentralen Aufgaben in den Bereichen Technik, IT, Einsatzunterstützung und Logistik. Es fungiert als Schnittstelle zwischen operativem Polizeialltag, technischer Entwicklung und strategischer Weiterentwicklung polizeilicher Systeme.
In Forschungs- und Entwicklungsprojekten bringt das LZPD NRW die Perspektive der polizeilichen Praxis ein und stellt sicher, dass neue Technologien realistisch, rechtssicher und einsatzfähig gestaltet werden.
Rolle im Projekt PrioInt
Im Projekt PrioInt ist das LZPD NRW polizeilicher Hauptanwender und fachlicher Leitpartner für den Anwendungsfall Polizei. Es verantwortet die Definition der einsatzbezogenen Anforderungen, begleitet die Entwicklung aus Anwendersicht und stellt die Übertragbarkeit in den polizeilichen Alltag sicher.
Fachlicher Beitrag und Methodik
Polizeispezifische Einsatzanalyse
Analyse realer polizeilicher Einsatzfahrten mit Fokus auf Fahrdynamik, Zeitdruck und taktische Besonderheiten, die sich deutlich von Rettungsdiensteinsätzen unterscheiden.
Belastung und Verkehrssicherheit
Erhebung objektiver und subjektiver Indikatoren zur mentalen Beanspruchung von Einsatzkräften sowie zur Bewertung von Konflikt- und Risikosituationen an Kreuzungen.
Rechtliche und organisatorische Einordnung
Prüfung der entwickelten Systemansätze hinsichtlich organisatorischer Umsetzbarkeit und Integration in bestehende polizeiliche Prozesse und Leitstellenstrukturen.
Kernkompetenzen
- Erfahrung in Forschungs- und Entwicklungsprojekten zur digitalen Einsatzunterstützung und Priorisierung von Blaulichtfahrten (z. B. KoMoDnext)
- Expertise in polizeilichen IT-Systemen, Leitstellenintegration und einsatzbezogenen Arbeitsprozessen
- Praxiserfahrung mit C-ITS-Anwendungen, Grünlichtkorridoren und vernetzter Verkehrsinfrastruktur
Aufgaben im Projekt
- Definition polizeispezifischer Anforderungen (Einsatzszenarien, Fahrstrategien, Zeitkritikalität, Routenflexibilität)
- Durchführung simulierter Einsatzfahrten im Realverkehr zur Erhebung des Status quo (Fahrdynamik, Konfliktpotenziale, Beanspruchung)
- Leitung von Arbeitspaketen zur Konkretisierung des Anwendungsfalls Polizei sowie zur Risikoanalyse
- Planung und Durchführung der Validierungsfahrten in der Demonstratorphase (mindestens 50 Fahrten)
- Mitwirkung an der Erstellung der kommunalen Handreichung aus polizeilicher Sicht